Today is my last day on(/at) work…

Und ich sage auf Wiedersehen, auf Wiedersehen und es war mir eine ganz besondere Ehre. Ich habe bei und mit euch eine tolle Zeit verbracht, viel erlebt und viel mitgenommen. In den Tagen an denen ich mir die Zeit selbst vertreiben musste, und in der stressigen Zeit kurz vor der Experience. Ich werde Tage in Erinnerung behalten, in denen ich in wenigen Stunden – ein halbes Dutzend Rechner aufsetzen und auf ihnen prebuild Pakete installieren durfte, die letzten Zugänge zum Pulse Event managen, Anmeldungen per E-Mail rausschicken, einen Text für eine Kollegin ins Deutsche übersetzen, Badges schreiben, drucken, Texte für eine Consumer Broschüre überprüfen, weiterleiten, den Kauf von USB und VGA Kabeln telefonisch managen, im Lab nach Verlängerungen suchen, an der Website zur Experience noch eine letzte Änderung vornehmen, 7×20 Turnierbögen erstellen und dann ins MAK gondeln durfte um dort ein zugegebenermaßen sehr gelungenes Event im Kreise von Freunden zu verbringen und ich werde Tage wie heute in Erinnerung behalten, an denen die HP-Kantine nur ihre zwei Menüs führt, weil sich erwartungsgemäß ein Großteil der Belegschaft den Fenstertag frei genommen hat und an denen man in der Cafeteria plötzlich freie Platzwahl hat. Ich werde mich an die Kollegen als das erinnern was sie sind, ein aktiver Haufen, durch die Bank mit der Tendenz querzudenken und das mit soviel Selbstreflektionspotential, dass der satirische Umgang miteinander an der Tagesordnung steht und das, das ist alles andere als ein „Zeichen von Schwäche“. Ein Gemenge an Charakteren, wie ich sie bisher noch an keinem anderen Ort und zu keiner anderen Zeit in dieser Konstellation vorgefunden habe, selbst wenn auch hier, und diesen Seitenhieb führe ich in vollem Bewusstsein, eine Ausnahme die Regel belegt. Und auch wenn sich das jetzt etwas merkwürdig anhört, es ist ein Kompliment, ein Kompliment von einem der’s ernst meint, und der nicht dem üblichen Wahnsinn der Abteilung verfallen ist, der eigentlich keiner ist, und ihm genau genommen sogar entgegenwirkt.
Ich habe hier auch Lektionen gelernt, Lektionen in punkto Arbeitsmoral, denn egal mit welchem lässigen Spruch auf den Lippen hier eine Sache angepackt wird, meist wird sie ernst genommen, eine Lektion in Multitasking und dem Setzen von Prioritäten, denn was hier an einem Tag in einer Mailbox landen kann, überfordert schon das ein oder andere Mal das „Nachverfolgungs-System“ von Outlook, wie gut, dass es in der 2007 Version verbessert worden ist ( 😉 ), eine Lektion in Pünktlichkeit, wobei mir die freien Arbeitszeiten wie wahrscheinlich kaum einem anderen zu Gute kamen.
Vor allem habe ich in meiner Zeit hier aber meine vielleicht letzten Berührungsängste mit einer Menschen(und ich schreibe hier bewusst nicht Berufs-)gruppe verloren die nicht zu der zählt, mit der ich täglichen Umgang pflege. Und das obwohl ich in meiner Kindheit immer mit den Guten gespielt habe. 😉
Spätestens jetzt ist es an der Zeit, proaktiv gegen potentielle Kritik an meiner etwas gewagten Abtrittsrede vorzugehen, diesen letzten Eintrag (und das wird er wohl für einige Zeit bleiben, nicht nur aufgrund dessen, dass ein Telekabeltechniker vor zwei Tagen meinen Inet-Anschluss zu Hause zerbessert hat, und ich seit dem nicht mehr online kann, und auch nicht deswegen, weil man mir (im Scherz) bereits angedroht hat bei entsprechend offenherziger Kritik den von Microsoft gehosteten Blogspace unter Aktivierung einiger Kontakte vom Netz zu nehmen) konnte und kann ich nur deshalb so verfassen, weil ich weiß, dass viele an die er sich richtet, ihn (mehr als ansatzweise) verstehen werden.
Ich werde hier bewusst keine Namen nennen, da es mir missfällt mir zwischenmenschlich das letzte Wort herauszunehmen. Wenn ich zurückdenke, hatte ich mit jedem einzelnen der Mannschaft meinen ganz persönlichen Moment, und auch wenn der eine oder andere davon unter Alkoholeinfluss stattgefunden hat, bin ich guter Dinge, dass mein jeweiliger Gegenüber, ob noch immer bei der Firma, oder nicht, es genauso sieht. Das sind die Eindrücke die ich persönlich mitnehme, und das was mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung am meisten weiterbringen wird.
Es war von Anfang an mein Ziel hier Erfahrungen zu sammeln. Das Schöne an diesen wagen Zielsetzungen ist, dass sie sich recht universal auslegen lassen und dass man sich auch lange nach dem 1.1. (oder wie hier nach dem 31.10.) nicht eingestehen muss, gescheitert zu sein, aber in diesem Fall kann, muss und darf ich eine durch und durch positive Bilanz ziehen, qualitativ wie quantitativ, menschlich, wie beruflich.
In den vergangenen sechs Monaten in denen ich mein Praktikum bei Microsoft Österreich – HED, absolviert habe, bin ich ein Stück erwachsener geworden. Und auch wenn ich weiß wie schnell sich Einstellungen und Sichtweisen ändern können, und wie viel von der Professionalität die ich jetzt zu schätzen gelernt habe mir in den kommenden Monaten auf den Universitäten Wiens wieder abhanden kommen wird, so kann ich ab jetzt doch mit Fug und Recht behaupten, einmal in meinem Leben an meinen Zielen gewachsen zu sein.
Der Rest liegt in der Zukunft.
Und die ist zumindest in nächster Zeit wie folgt verplant: Zuerst werde ich einmal ins Lab gehen und mir dort ein Quick-Charge Kit holen, das brauche mir nämlich noch zu Hause, dann werde ich über das Gebäude über die Post verlassen und die unterschriebene einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses im Postfach meiner Arbeitsvermittlungsagentur deponieren. Anschließend fahre ich ins MAK, um die gerade eben noch geschönte Zeitabrechnung von meinem Vorgesetzten unterschreiben zu lassen, und werde mich dort von denen verabschieden, die eines der größten Events dieses Jahres aufgezogen haben, den Rest des Tages werde ich dann wohl wieder mit zwei Freunden auf dem Experience-Areal verbringen, schließlich will ich meine Staff-Badge so lange wie möglich der Öffentlichkeit präsentieren. Am Montag bin ich auf Zeitausgleich, und am Dienstag schaue ich noch ein letztes Mal im Büro vorbei, um meine Zeitabrechnung rauszufaxen. Und warte dann wahrscheinlich noch immer auf die unlängst versprochenen Microsoft Points… (Und ein DoAX2 zum Release, die Adresse hat HR. 😉 )
lg
Philipp Ganster aka harlekin
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Eine Antwort zu Today is my last day on(/at) work…

  1. schreibt:

    Guten Abend~

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